Ausstellung im Maxhaus „Was ich sehe“ bis 29.04.2017

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Ausstellung im Maxhaus „Was ich sehe“ bis 29.04.2017

Am Freitag, 3. Februar ludt das Maxhaus zur Vernissage der neuen Ausstellung „Was ich sehe – Kultur An-Sichten“ ein. Die Initiatoren der Ausstellung sind das Duesseldorf Photo Weekend und der Caritasverband Düsseldorf e.V., der auch die beteiligten Geflüchteten unterstützt hat. Im Zentrum stehen Fotografien von Nina Ditscheid, Joseph Huber, Osama Saleh, Tobias Vorwerk, Mostafa Wardeh und Henk Wildschut. Die beiden Fotografen Nina Ditscheid und Tobias Vorwerk haben sich mit den zwei syrischen Flüchtlingen Osama Saleh und Mostafa Wardeh auf eine fotografische Reise gemacht. Was sehen die Geflüchteten, was für uns zur Normalität gehört und damit unsichtbar geworden ist? In welchen Zusammenhängen sehen die Fotografen die Flüchtlinge? Was ist für wen typisch deutsch? Herausgekommen ist ein Langzeitprojekt, welches die Männer auf ihrem Weg durch Deutschland begleitet, die ihrerseits fotografieren, was sie sehen. Das Projekt WAS ICH SEHE, die im vergangenen Jahr initiiert wurde, wird auch im kommenden Jahr im Rahmen des Duesseldorf Photo Weekend fortgesetzt.

Diese Bilder werden ergänzt durch Fotografien von Joseph Huber und Henk Wildschut. Der Berliner Fotograf Joseph Huber hat eine schöne künstlerische Parabel für unser Nicht-sehen geschaffen, denn das, was wir auf seinen Arbeiten zu erkennen glauben, gibt es nicht. Wir sehen keine jungen Musliminnen in deutschen Innenstädten und Gebäuden, sondern es sind verkleidete Freunde, Verwandte und Bekannte Hubers, die niemals zuvor ein Kopftuch getragen haben. Seine Fotos evozieren gängige Klischees, die beschämend leicht in uns abzurufen sind.

Der niederländische Fotokünstler Henk Wildschut zeigt reisedokumentarische Fotografien z. B. aus dem Lager von Calais, das er über Jahre immer wieder besucht hat. Seine Bildfindungen sind dem oft voyeuristischen Blick des Pressefotografen entgegengesetzt. Dadurch, dass er immer wieder den gleichen Ort aufsucht, kann er sich auf ihn und seine Veränderungen tiefergehend beziehen. Die Bilder der flüchtig errichteten Unterkünfte treffen uns mit ihrer ganzen traurigen, bestürzend machenden Notdürftigkeit.

Am Sonntag, 5. Februar findet um 15 Uhr eine Gesprächsrunde mit Künstlern und weiteren Gästen statt. Nina Ditscheid, geboren 1978 in Düsseldorf, studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Ihre fotografischen Arbeiten ordnen sich in das Genre der konzeptionellen Reportagefotografie ein und thematisieren soziokulturelle Zusammenhänge. Joseph Huber, geboren 1986 in Meerbusch, studierte Kommunikationsdesign in Krefeld, Barcelona und Kairo. Den Arabischen Frühling dokumentierte er 2010 in Ägypten und wurde mit seiner Serie Sura in der National Portrait Gallery in London ausgestellt. Osama Saleh, geboren 1986 in Jableh (Latakia, Syrien), folgte im Mai 2014 seiner Schwester nach Düsseldorf. Als gelernter Mechaniker versuchte er in Deutschland seine Arbeit fortzusetzen und ist seit 2016 angestellt als Schweißer. Osama Saleh ist für seine Anstellung nach Aschaffenburg gezogen und lebt dort in einer Wohngemeinschaft. Tobias Vorwerk studierte Fotografie an einem weiteren Standort der Berliner Technischen Kunsthochschule (BTK) in Iserlohn. Tobias Vorwerk, geboren 1993 in Paderborn, hat sich fotografisch dem Genre der Dokumentar- und Reportagefotografie zugewandt. Mostafa Wardeh, geboren 1984 in Syrien, zog 2004 aus seinem Heimatort nach Damaskus, um an der Universität von Damaskus Jura zu studieren. Im Spätsommer 2015 fasste Mostafa Wardeh den Entschluss aus Syrien zu fliehen, um seine junge Familie und sich selbst vor einem sinnlosen Sterben zu schützen. Mostafa Wardeh lebt und arbeitet seit 2016 in einer Rechtsanwaltskanzlei. Henk Wildschut, geboren 1967 in Harderwijk, studierte an der Royal Academy of Art in Den Haag. Eines seiner Themengebiete ist es, Menschen über den Zeitraum von Jahren in besonderen Lebenssituationen zu fotografieren.

 

Veranstaltungstitel      

Was ich sehe – Kultur An-Sichten: Fotografien von Nina Ditscheid, Joseph Huber, Osama Saleh, Tobias Vorwerk, Mostafa Wardeh und Henk Wildschut

Veranstaltung
Maxhaus – Katholisches Stadthaus
Schulstr. 11
40213 Düsseldorf

Vernissage: Freitag, 03.02.2017, 19 Uhr

Dauer der Ausstellung: 03.02.2017 bis 29.04.2017

Öffnungszeiten
Di – Fr: 11 – 20 (in den Ferien bis 18 Uhr)
Sa:          11 – 18

Öffnungszeiten während des Duesseldorf Photo Weekends

  1. Februar, 19 – 21 Uhr
  2. Februar, 11 – 20 Uhr
  3. Februar, 12 – 18 Uhr

Eintritt frei

Bildquelle:

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