Filmreihe „Architektur & Film“ in der Black Box: Faszination Wolkenkratzer, bis 29.03.2017

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Filmreihe „Faszination und Film“ wird fortgesetzt/Höchste Häuser der Welt im Mittelpunkt

Unter dem Titel „High Rise – Faszination Wolkenkratzer“ stehen in der 21. Ausgabe der Filmreihe „Architektur & Film“, die das Filmmuseum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW präsentiert, die höchsten Häuser der Welt im Mittelpunkt. Die Filmreihe zeigt bis Mittwoch, 29. März, jeweils um 20 Uhr vier Filme. Dabei wird ein Blick auf die Geschichte des modernen Hochhauses, die Schwierigkeiten beim Bau und das Leben in der autarken Welt eines Wolkenkratzers geworfen. Im Anschluss an die Vorführungen lädt die Architektenkammer zu einem kleinen Empfang im Foyer des Filmmuseums.

Die Erstaufführung „High Rise“ am Mittwoch, 15. März, entwirft ein städtebauliches Zukunftsmodell in Schichten: Das Hochhaus ist einer strengen sozialen Hierarchie unterworfen, wobei die vierzig Etagen des glamourösen Gebäudes klar aufgeteilt sind und nur die Oberschicht die oberen Stockwerke für sich reserviert hat. Doch hinter der glänzenden Fassade kippt die Stimmung und es brechen immer schärfere Konflikte zwischen „oben und unten“ aus.

„Louis Sullivan – The Struggle For American Architecture“ am Mittwoch, 22. März, ist die erste Dokumentation über den revolutionären und brillanten Architekten Louis Sullivan (1856-1924) aus Chicago. Er gilt als der „Vater des Wolkenkratzers“ und „Prophet moderner Architektur“. Der vielfach preisgekrönte Film zeigt nahezu alle heute noch erhaltenen Gebäude Louis Sullivans.

Der Dokumentarfilm „Men At Lunch“ am Mittwoch, 29. März, beschäftigt sich mit der Baugeschichte der Stadt New York, die stark von den zahlreichen Migranten im Bauwesen geprägt ist. Dabei rekapituliert Regisseur Seán Ó Cualáin auch die mysteriöse Geschichte der Entstehung der berühmtesten Fotografie der Welt: „Mittagspause auf einem Wolkenkratzer“. Die 1932 entstandene Fotografie zeigt elf Stahlarbeiter bei der Mittagspause in schwindelerregender Höhe auf einem Stahlträger im 69. Stockwerk des Rockefeller Center in New York.

Alle Vorführungen finden in der Black Box, Schulstraße 4, statt. Eine Kartenreservierung für die beim Publikum beliebte Filmreihe unter 0211-8992232 wird empfohlen.


Filmprogramm

Mittwoch, 15. März, 20 Uhr
„High Rise“
Erstaufführung, GB 2015, 112 Min., DF, digitalDCP, FSK 16, Regie: Ben Wheatley
Die Bildung von abgekapselten Mikro-Gesellschaften in Großstädten ist schon heute kein seltenes Phänomen. In einer undefinierten Zeit findet dies in zugespitzter Form statt: Die Menschen sollen in gigantischen Hochhäusern leben, die Kleinstädten gleichen. Der Wohlstand lebt luxuriös an der Spitze der Wolkenkratzer, das Prekariat vegetiert an der Basis vor sich hin. So der ambitionierte Plan des Architekten Anthony Royal… Eine Einführung gibt Ramona Stuckmann (Kunsthistorikerin, Dortmund)

Mittwoch, 22. März, 20 Uhr
„Louis Sullivan – The Struggle For American Architecture“
Erstaufführung, USA 2010, 97 Min., OF, digital1080p, ab 18, Regie: Mark Richard Smith
Erster abendfüllender Film über einen der bedeutendsten amerikanischen Architekten, der als „Vater des Wolkenkratzers“ gilt und den sein Schüler Frank Lloyd Wright nur „Meister“ nannte. Zusammen mit seinem deutschstämmigen Partner Dankmar Adler gründete Sullivan ein Büro, das prägend für die „Chicagoer Schule“ war: riesige Hochhäuser mit Stahlrahmenkonstruktionen, die Fassaden in Einklang mit der europäischen klassischen Moderne. Eine Einführung gibt Matthias Knop (Filmmuseum).

Mittwoch, 29. März, 20 Uhr
„Men At Lunch“
IRL 2012, 67 Min., DF, digital1080p, ab 18, Regie: Seán Ó Cualáin
Das wohl bekannteste Foto des 20. Jahrhunderts: Arbeiter in New York, die in luftiger Höhe auf einem Wolkenkratzer-Rohbau Pause machen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte hinter diesem Bild von 1932: Es ist die Geschichte vom Rennen um die höchsten Häuser und die Geschichte der Einwanderer in den USA, die New York zu dem gemacht haben, was es heute ist. Wer waren diese Männer? Wo kamen sie her? Und was wurde aus ihnen? Eine Einführung gibt Ramona Stuckmann (Kunsthistorikerin, Dortmund). Vorprogramm: „Manhatta“ (1921) sowie „Skyscraper Symphony“ (1929). Zwei Filmessays über die Wolkenkratzerlandschaft Manhattans.

Text: Landeshauptstadt Düsseldorf
Meissner, Valentina

Bildquelle:

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