Konstruktiver Dialog mit Carlsplatz-Markthändlern

0

Konstruktiver Dialog mit Carlsplatz-Markthändlern

Weitere Gespräche zur zukünftigen Entwicklung des Marktes unter Beteiligung der Landeshauptstadt sollen folgen

Nahezu geschlossen ist die Händlerschaft des Carlsplatz am Dienstagabend, 18. August, der Einladung von Beigeordnetem Dr. Stephan Keller, Dezernent für Recht, Ordnung und Verkehr, gefolgt, um mit der Stadt über die Zukunft des Marktes auf dem Carlsplatz zu diskutieren. In einem Fazit zeigte sich Dr. Keller positiv überrascht über die große Geschlossenheit der Händler. „Auch wenn es nach wie vor einzelne Unzufriedene gibt, habe ich den klaren Eindruck gewonnen, dass die Grabenkämpfe der letzten Jahre überwunden sind. Verbunden mit dem Willen, gute Konzepte zu erarbeiten, ist das eine gute Grundlage für die nächste Zeit. Wir hoffen, dass der Markt sich jetzt weiter entwickeln kann und werden diese Entwicklung nach Kräften unterstützen. Die Notwendigkeit zu weiteren organisatorischen Veränderungen sehe ich bei dieser Ausgangslage zurzeit nicht“, betonte der Beigeordnete.

Die Stadt hatte jedoch gefordert, dass die Mitgliedschaft im Trägerverein der GmbH für alle Markthändler des Carlsplatzes geöffnet wird, um allen Interessierten eine Mitsprachemöglichkeit einzuräumen. Außerdem müsse es einen transparenten und diskriminierungsfreien Umgang mit allen Händlern des Marktes geben. Schließlich erwarte die Stadt ein klares Konzept für die zukünftige Entwicklung des Marktes.

Um künftige Konflikte frühzeitig zu erkennen und ein Forum des Dialogs zu bieten, hat die nun Stadt vorgeschlagen, die weitere Entwicklung mit einer regelmäßigen Gesprächsrunde unter Beteiligung städtischer Mitarbeiter zu begleiten. Dr. Keller wandte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch a die verbliebenen Kritiker und forderte diese auf, sich bei den folgenden Gesprächen einzubringen.

Der beliebte Düsseldorfer Markt wird von den Händlern über eine von der Händlergemeinschaft getragene GmbH selbst verwaltet. Dr. Keller hatte zu Beginn des Austausches deutlich gemacht, dass die Landeshauptstadt ein hohes Interesse an einem funktionierenden Wochenmarkt auf dem Carlsplatz habe. Der Markt sei immer ein Aushängeschild für die Stadt gewesen und habe auch in Zukunft das Potenzial, eine große Attraktion im Herzen der Innenstadt zu sein.

Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren oftmals öffentlich ausgetragenen Querelen der Händler untereinander habe das Image des Marktes jedoch gelitten. Zudem stellten sich dem Markt große Herausforderungen aufgrund einer stärker werdenden Konkurrenz und eines sich ändernden Einkaufsverhaltens der Bevölkerung. Dr. Keller stellte im Gesprächsverlauf klar, dass es nicht das primäre Ziel der Stadt sei, den Markt selbst zu betreiben, dass man aber zu einem stärkeren Engagement bereit sei, wenn sich der Eindruck verfestige, die Selbstverwaltung der Händlergemeinschaft bekäme die Probleme nicht in den Griff.

In der anschließenden Diskussion zeigte sich zum einen eine große Geschlossenheit der Händlergemeinschaft und zum anderen eine ausgeprägte Bereitschaft, gemeinsam mit der Stadt an der weiteren Entwicklung des Marktes zu arbeiten. Insbesondere wurden positive Veränderungen der letzten Monate hervorgehoben. So werbe die Geschäftsführung inzwischen aktiv für eine Mitgliedschaft im Verein. Gemeinsam seien in den letzten Monaten neue Ideen erarbeitet worden, mit denen der Markt vorangebracht werden soll. Diese sollten, auch mit externer Hilfe, zu einer schlüssigen Konzeption weiterentwickelt werden. Dabei sagte die Stadt ihre Unterstützung, gegebenenfalls auch über die Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH zu.

Zu der von Seiten der Landeshauptstadt ins Gespräch gebrachten externen Geschäftsführung war das Votum der Händlergemeinschaft eindeutig. Sie schätzen gerade die Kompetenz und Fachkenntnis eines Geschäftsführers aus ihren Reihen und wollen daher daran festhalten.

Kritik an den Strukturen des Marktes wurde nur von wenigen einzelnen Händlern geäußert. Als kritisches Thema erwiesen sich in der Diskussion die uneinheitlichen Öffnungszeiten der einzelnen Marktstände. In diesem Zusammenhang hatte die Stadt bereits in der Vergangenheit eine Vereinheitlichung angemahnt. Die Geschäftsführung verwies auf unterschiedliche vertragliche Vorgaben und appellierte an alle Händler, mehr Gemeinsamkeit in dieser Frage zu zeigen.

(pau)

Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf  Amt für Kommunikation Rathaus – Marktplatz 2 pau – Volker Paulat

 

 

Bildquelle:

Comments are closed.