Nachbarschaft: Cranach. Meister – Marke – Moderne im Museum Kunstpalast, 08.04.-30.07.2017

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Nachbarschaft: Cranach. Meister – Marke – Moderne im Museum Kunstpalast

500 m von der Carlstadt entfernt: Cranach. Meister – Marke – Moderne in der Kunsthalle

Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) zählt zu den bedeutendsten Malern der Deutschen Renaissance, war ein enger Freund Martin Luthers und beeinflusste Künstler über Jahrhunderte. Als einer der Höhepunkte im Reformationsjahr 2017 widmet das Museum Kunstpalast dem berühmten Wittenberger Maler bis zum 30. Juli die Werkschau „Cranach. Meister – Marke – Moderne“.

Die Ausstellung nimmt Cranach den Älteren in seiner Gesamtheit und Modernität in den Blick und beleuchtet neben seinen Erfolgsstrategien auch den Einfluss des herausragenden Künstlers bin in die Kunst der Moderne und Gegenwart, darunter Pablo Picasso, Marcel Duchamp, Otto Dix oder Andy Warhol.

Rund 200 Werke aus internationalen Museen und Sammlungen, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York, die National Gallery in London, das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid und das Nationalmuseum Stockholm,  werden in der Düsseldorfer Schau zusammengeführt.

Zu sehen sind unter anderem hochkarätige Exponate  wie die lebensgroße „Venus“ aus der Eremitage in St. Petersburg, „Christus und die Ehebrecherin“ aus Budapest. Auch bisher nie öffentlich ausgestellte Cranach-Werke aus Privatsammlungen sind zu sehen, zum Beispiel  ein Bildnis Martin Luthers (um 1532), „Lucretia“ (1537) oder selten gezeigte Tafelbilder wie das lange verschollene „Madonna mit Kind“ (um 1510) aus Breslau.

Die Schau nimmt die Besucher zudem mit auf eine Zeitreise in die florierende Werkstatt des Malers und gibt spannende Einblicke in die künstlerischen Prozesse bei der Entstehung der Gemälde.

Ein kostenloser Audioguide, verschiedene Medienstationen und ein vielfältiges museumspädagogisches Begleitprogramm lassen die Zeit des großen Wittenberger Malers für die Besucher lebendig wirken.

Dazu gehört zum Beispiel ein „Preacher Slam“ am Donnerstag, 27. April, um 19 Uhr im Foyer des Robert-Schumann-Saals. Dabei treten zwei Pfarrer gegen zwei Poetry Slammer an. Dabei gelten die herkömmlichen Regeln: Keine Verkleidung, ein Zeitlimit von sechs Minuten und das Publikum entscheidet über den besten Beitrag. Alle Texte behandeln das Thema Reformation, gehen aber in einer zweiten Runde auch darüber hinaus.

Außerdem ist ein 340 Seiten umfassender Katalog mit rund 320 Abbildungen im Hirmer Verlag erschienen.

 Entstanden ist die groß angelegte Ausstellung in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Köln und dem Cranach Digital Archive (www.lucascranach.org). Das Cranach Digital Archive ist das einzigartige, von Museum Kunstpalast und der Technischen Hochschule Köln in Kooperation mit anderen Partnern initiierte Forschungsprojekt, das sich seit 2009 der Erforschung der weltweit verstreuten Cranach-Werke widmet.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.cranach2017.de

Bildquelle:

  • Christus und die Ehebrecherin; Malerei auf Lindenholz, 82,5 × 121 cm Szépművészeti Múzeum / Museum of Fine Arts Budapest, 2016, Dénes Józsa: Museum of Fine Arts Budapest, 2016, Dénes Józsa

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